SCCM – System Center Configuration Manager Content Library verstehen

SCCM – System Center Configuration Manager Content Library verstehen

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Bei der Installation des Configuration Managers werden jede Menge Verzeichnisse angelegt. Es entstehen zudem Unmengen an Log-Dateien und oftmals ist garnicht bekannt welchen Sinn die jeweiligen Verzeichnisse haben.

Heute gehe ich der Content Library auf den Grund:

Im TechNet Blog hat Brandon Waterloo die Content Library beschrieben.

Die Content Library wurde mit dem System Center 2012 Configuration Manager eingeführt. Im Grunde dient die Content Library als zentrale Datenablage für alle ConfigMgr Inhalte. Um die Inhalte effizient zu speichern fungiert die Content Library als “Single Instance Store” (SIS). Ist also eine Datei in zwei unterschiedlichen Pakten oder Revisionen enthalten, so wird nur eine Version der Datei gespeichert. Der Vergleich findet jedoch auf Datei-Ebene statt. Wird also beispielsweise in einer install.wim nur ein geringer Anteil geändert, so wird erneut die vollständige install.wim in der Content Library abgelegt.

Ziel hinter der SIS Technik ist es gleiche Dateien nicht mehrfach an Verteilungspunkte zu verteilen. Somit kann sowohl die Netzlast optimiert, als auch die benötigte Festplattenkapazität reduziert werden.

Ablageort

Die Content Library wird im Standard unter C: als Ordner “SCCMContentLib” angelegt. Der Ordner ist als “SCCMContentLib$” freigegeben und hat beschränkte Rechte um versehentliche Änderungen zu vermeiden. Auch wenn der Ordner auf einem anderem Laufwerk angelegt wird, wird er als “SCCMContentLib$” freigegeben.

Der SCCM Site Server hält eine vollständige Kopie der Content Library. Diese dient als Quelle für alle angebundenen Verteilungspunkte. Auf den Verteilungspunkten findet sich ebenfalls eine Kopie der Content Library, diese enthält jedoch nur diejenigen Pakete, die dem DP zugewiesen sind.

Der Ordner SCCMContentLib enthält drei Unterverzeichnisse:
PkgLib – Die Package Library enthält Informationen über die auf dem DP verfügbaren Pakete
DataLib – Die Data Library enthält Informationen über die originale Struktur der Pakete
FileLib – Die File Library enthält die original Daten und benötigt somit den meisten Speicherplatz

ContentLibrary

Package Library

Die Package Library ist der Ausgangspunkt für das Verständnis der Datenablage.
Im Ordner “PkgLib” findet sich für jedes an den DP verteilte Paket eine INI-Datei. Diese Dateien erhalten den Namen der Package-ID, also bspw. EB100001.INI. In dieser Datei sind alle zugehörigen Content IDs aufgelistet. Zudem findet man weitere Informationen, wie zum Beispiel die Version.

Haben wir nun also das Paket EB100001 in der Version 1, so lautet die zugehörige Content ID EB100001.1
Diese findet Verwendung in der Data Library

Data Library

In der Data Library (Ordner “DataLib”) finden wir nun einen Ordner passend zur eben ermittelten Content ID EB100001.1 sowie eine weitere INI passend zur Content ID (EB100001.1.INI).

Die INI-Datei enthält Informationen zur Validierung. Der Ordner enthält die Ordnerstruktur des original Paketes. Jedoch sind die enthaltenen Dateien durch weitere INI-Dateien ersetzt worden. So findet sich hier bspw. eine setup.exe.INI.
Diese wiederum enthält Informationen über die Originaldatei wie Größe, Änderungsdatum und einen Hash-Wert. Die ersten vier Zeichen des Hash-Wertes führen dann zum endgültigen Ablageort der Datei.

Enthält also die setup.exe.INI den Hash-Wert “ABC56789” so finden wir die Originaldatei im Ordner “ABC5” in der File Library.

File Library

Die File Library findet sich im Ordner “FileLib”. ACHTUNG: Die Content Library kann auch über mehere Laufwerke verteilt sein. Somit gibt es auch mehrere FileLib.

Im Ordner FileLib finden wir eine Vielzahl von Ordner mit vier Zeichen langen Namen. Somit findet sich hier auch der Ordner “ABC5”. In diesem Ordner finden sich ein oder mehrere Dreier-Sets. Jedes Set besteht aus einer SIG, einer INI und einer Datei ohne Erweiterung. Hier findet man nun also die Dateien ABC56789.INI, ABC56789.SIG und ABC56789.

Die Datei ABC56789 ist dabei die Originaldatei “setup.exe”

In der nachfolgenden Grafik von Microsoft erkennt man gut den Zusammenhang zwischen den Dateien:

Weitere Informationen über die Content Library können dem Originalartikel im Technet Blog entnommen werden.

About the author:

Ich bin Eric Berg und bin Senior IT-Consultant für Microsoft Solutions und hauptsächlich im Bereich Virtualisierung, Client-Lifecycle Management, Private und Public Cloud aktiv. Seit 2015 bin ich System Center Cloud und Datacenter MVP. Seit 2014 bin ich Microsoft Partner Technical Solutions Professional (P-TSP) und agiere im Auftrag von Microsoft mit Kunden rund um die oben beschriebenen Themen. Alle Gedanken, Meinungen und Ideen auf dieser Website sind von mir und spiegeln nicht die Haltung meines Arbeitgebers oder von Microsoft wieder.

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