Blogserie: SCCM – Offline Image Servicing (Teil 1/3) – Basics

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Wer bereits Images für die Betriebssystemverteilung erstelllt hat kennt das Problem: Möchte man ein Image nach geraumer Zeit (zum Teil schon nach wenigen Wochen) erneut verteilen, stellt sich die Frage wie viele Updates inzwischen veröffentlicht wurden. Es ist ja schließlich nicht zielführend ein System neu zu installieren und anschließend erst einmal 30 Updates in 3 Reboots zu installieren. Aber auch bei einer reinen Installation “Datenträger” stehen im Anschluss diverse Updates an. Auch dies ist nicht notwendig…

Im System Center Configuration Manager gibt es diverse Wege um Images aktuell zu halten. Unter SCCM 2007 war es ziemlich aufwändig Images mittels TaskSequenz neu zu erstellen und dabei die Updates einzubeziehen. Auch die Anwendung der Updates während des OSD war nicht immer erfolgreich.

Welche Möglichkeiten haben wir also um das Image aktuell zu halten?

Neuerstellung des Images (manuell oder automatisch)

Die Neuerstellung des Images bietet die flexibelste Möglichkeit, da hierbei auch jegliche Änderung an Drittanbieter Software vorgenommen werden kann. Geht es allerdings nur um die Windows Updates ist dies nicht notwendig…

Anpassung mit DISM

Die Anpassung mit Hilfe von DISM ist ebenso möglich. Dabei können Änderungen an der Registry und dem Dateisystem vorgenommen werden. Außerdem ist es möglich Windows Features hinzuzufügen oder zu entfernen, oder Treiber ins Image einzubinden. Das Vorgehen hierfür wurde bspw. von Gerry Hampson beschrieben…

WICHTIG: unbedingt das Image im SCCM neu laden um die Änderungen anzuwenden!!!

Anwenden von Updates mittels TaskSequenz

Eine weitere Möglichkeit ist es, nicht das Image an sich zu updaten, sondern im Zuge der Abarbeitung der TaskSequenz die Updates einzuspielen. Dies führt jedoch dazu, dass das Deployment länger dauert als eigentlich nötig…

Offline Image Servicing

Nun zum eigentlichen Thema: Die wohl beste Möglichkeit um Updates in das Image zu integrieren ist das Offline Image Servicing des SCCM 2012 (R2). Hierbei wird das Patchmanagement des SCCM verwendet, welches also vorab konfiguriert werden muss.

Zunächst benötigt man ein WIM-Image, dies kann die Standard-Installation sein oder aber ein bereits angepasstes Image. anschließend kann per Rechtsklick die Option “Schedule Updates” gewählt werden:

shedule_updates

Im darauf erscheinenden Assistenten kann dann zwischen Updates für x64 oder x86 gewählt werden. Nun können alle oder einzelne Updates ausgewählt werden. Anschließend wird festgelegt, ob die Updates sofort angewendet werden sollen, oder ob der Vorgang zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt wird. Dies ist sinnvoll, da das Offline Servicing einiges an Ressourcen benötigen kann. Daher sollte der Update Vorgang in die Abendstunden oder auf das Wochenende gelegt werden.

Beim Update-Vorgang wird eine neue WIM-Datei erzeugt. Daher sollte immer ausreichend Speicherplatz auf dem System vorhanden sein. Die alte WIM-Datei wird mit der Endung bak versehen und dient somit als Backup. Es ist also nicht notwendig selbst ein Backup des Images vorzunehmen.

Der Update-Vorgang kann im Log: “OfflineServicingMgr.log” nachverfolgt werden.

Nach dem Abschluss des Offline Servicings müssen nun nur noch die Verteilungspunkte aktualisiert werden.

About the author:

Ich bin Eric Berg und bin Senior IT-Consultant für Microsoft Solutions und hauptsächlich im Bereich Virtualisierung, Client-Lifecycle Management, Private und Public Cloud aktiv. Seit 2015 bin ich System Center Cloud und Datacenter MVP. Seit 2014 bin ich Microsoft Partner Technical Solutions Professional (P-TSP) und agiere im Auftrag von Microsoft mit Kunden rund um die oben beschriebenen Themen. Alle Gedanken, Meinungen und Ideen auf dieser Website sind von mir und spiegeln nicht die Haltung meines Arbeitgebers oder von Microsoft wieder.

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